
Erfreulich: Die Lebenserwartung steigt, es gibt immer mehr Alte. Im Vergleich dazu kommen aber nur wenige junge Leute nach. Wo führt das zu den größten Problemen? In der Rentenversicherung? Im Gesundheitsbereich? In den Unternehmen, wo qualifizierte Nachwuchskräfte fehlen und es zu wenige altersgerechte Arbeitsplätze gibt? – Weit gefehlt. Am meisten macht es der Brau-Branche zu schaffen. Der Bier-Konsum ist rückläufig. Und den Grund dafür hat der Deutsche Brauer-Bund jetzt benannt: „Wir haben eine alternde Gesellschaft. Die älteren Menschen trinken weniger, und die jüngeren können das nicht ausgleichen.”
Wer hätte das bei der Einführung der gesetzlichen Rentenversicherung geahnt? Damals, Ende des 19. Jahrhunderts, wurde heftig darüber gestritten, ob nur arbeitsunfähige, invalide Menschen eine Rente bekommen sollten – oder jeder ab einem bestimmten Alter. Ein Argument, das seinerzeit gegen eine allgemeine Altersrente angeführt wurde, war der drohende Alkoholkonsum der Rentner. Ein solches „Staatspensionistentum”, so hieß es, führe zu einer „Schnapsbrüderschaft der Greise”.





