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Soziale Ordnung! Interaktives Magazin für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

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Es geht nicht nur um die Wurst

Martin Kamp

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Sonne, Sommer, Grillsaison. Wie schön könnte das sein. Wäre da nur nicht der Professor mit der Fliege. Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD. Vor einigen Wochen warnte er im “Spiegel” vor den Gefahren des Grillens. Ungesund sei Gegrilltes, schädlich.  Er tut übrigens auch kein Salz an sein Essen, habe ich mal gelesen. Natürlich auch wegen der Gesundheit.

Aufpassen. Es geht nicht nur um die Wurst. Es geht auch um Koteletts, Schnecken, Spieße und allerhand mehr. Und vor allem geht es  um eine grundsätzliche Frage:  Muss “gesundheitsbewusst” unbedingt “genussfeindlich” heißen? Ich finde: Nein. Alles mit Maßen. Wenn einem die Wurst schmeckt, soll man sie auch essen. Ab und zu zumindest. Was nützt einem eine winzige statistische Verlängerung der Lebenserwartung, wenn die Lebensfreude nachhaltig leidet? Ist die Stimmung bei den Sozis inzwischen wirklich  so mies, dass sie sich bereitwillig auch noch den Spaß am Würstchen verderben wollen?

Dass man  nicht täglich Wurst-Berge und Kotelett-Stränge vom Grill vertilgen sollte, wussten wir übrigens auch schon vor Herrn Lauterbach. Will ja auch keiner. Da soll bloß kein Gesundheitspolitiker auf die Idee kommen, den Metzgern vorzuschreiben, Totenköpfe auf das Fleisch zu drucken!

Tags: Gesundheit

Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 01. Juli 2009 um 23:04 erstellt und ist in der Kategorie Politik & Gesellschaft abgelegt. Antworten zu diesem Artikel können durch den RSS 2.0-Feed verfolgt werden. Es besteht die Möglichkeit auf diesen Artikel zu antworten oder einen Trackback von der eigenen Seite zu senden.

3 Antworten zu “Es geht nicht nur um die Wurst”

  1. Sascha sagt:
    3. Juli 2009 um 14:47

    Sehr richtig. Denn wo bleibt die Freiheit, wenn alles strikt durchdekliniert wird… ich habe lieber Herzprobleme vom Würstchen als Kopfschmerzen von Leuten mit schlechter Laune.

  2. Sascha sagt:
    6. Juli 2009 um 17:30

    Und es schmeckt ihm doch!

    Der Bundestagsabgeordneten Lauterbach verteilt - anders als in seinen theoretischen Grundsatzreden - ganz praktische Dinge für den Sommer: schöne Grillrezepte mit einer Marinade á la Lauterbauch.

    Ich meine: erst einmal die eigenen Gedanken klar abhängen. Dann sprechen und genießen. Klarer Fall von Doppelmoral.

  3. Dennis Radtke sagt:
    10. Juli 2009 um 10:18

    Das ist mal wieder typisch sozialdemokratisch: sich in alle Belange der Menschen einmischen wollen und in einer üblen Regelungswut den Menschen auch noch die kleinen Freuden des Alltags verderben.
    Kein Wunder,dass die SPD bei 25% stagniert,wenn man so weit weg von den Menschen ist.Mahlzeit!

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