
Das ist nicht die Haltung der CDA, sondern die einer inzwischen prominenten Afrikanerin: Dambisa Moyo, aufgewachsen in Sambia, promovierte Ökonomin und Investmentbankerin, provoziert mit dem Buch “Dead Aid”. Sie vertritt die Auffassung, die Entwicklungshilfe habe versagt und solle – außer die Notfallhilfe – komplett gestrichen werden. “In den vergangenen 50 Jahren sind über zwei Billionen Dollar an Hilfen von den reichen an die armen Länder geflossen. Aber dieses Modell hat nirgendwo auf der Welt wirtschaftlichen Aufschwung gebracht”, sagte sie kürzlich der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” (FAS). Aufgrund der Hilfe fehlten die Anreize, innovativ zu sein.
Bob Geldof hält dagegen. Er nennt Erfolge. Seit dem Jahr 2000 sei die afrikanische Wirtschaft im Schnitt um jährlich über 5 Prozent gewachsen. Und weiter: “Heute gehen 34 Millionen Kinder mehr zur Schule als noch vor neun Jahren, drei Millionen bekommen Medikamente gegen Aids. Länder wie Ruanda haben die Zahl der Malaria-Erkrankungen halbiert. Ist das nichts?” So der Pop-Star ebenfalls in der “FAS”.
Recht hat er. Über Art, Umfang und Verbesserung der Effizienz der Entwicklungszusammenarbeit muss man reden. Aber über das Ob der Hilfe sollte man – gerade angesichts der Krise - nicht streiten. Deshalb ist es auch gut, dass die Union sich in ihrem Regierungsprogramm zu den “internationalen Verpflichtungen, die Mittel für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu steigern”, bekennt. Das ist meine Auffassung. Oder haltet Ihr das für verbranntes Geld?
Tags: Entwicklungshilfe, Kinderarbeit, Krise
Um Entwicklungshilfe zu leisten braucht man kein Geld in die Hand nehmen. Man kann vielmehr Geld sparen! Reduziert man die Subventionen für die europäische Landwirtschaft in nennenswerter Höhe, haben afrikanische Bauern wieder die Chance, Ihre Produkte im weltweiten Markt für Agrargüter zu vertreiben. So helfen wir den Menschen in Afrika sich selber zu helfen…und das ohne Missbrauchsrisiko! Nur leider findet dieser Ansatz in der Politik wenig Gehör…
Sehr geehrte Damen und Herrn,
es ist erstaunlich, das gerade eine Afrikanerin, so eine Aussage tätig. Im ersten Moment war ich geschockt gewesen. Dennoch sollten wir dies genauer mal auf der Zunge zergehen lassen.
1. Die politische Stabilität von verschiedenen Staaten Afrikas ist mehr als nur bedrohlich. (siehe Somalia, trotz UN-Einsatz gibt es keinen eigentlichen Staat mehr)
Simbabwe hat einen Präsidenten, der ein reiches Land übernommen. Heute gibt es mehr als 230 Mio. Inflation. Die eigne ist abgeschafft und der Us-Dollar und der Südafrikan.Rand sind Währungen.
Kongo und Kenia, als das dritte Beispiel, sind Länder, bei denen es Grund gab zur Hoffnung und Ausstrahlung für den schwarzen Kontinent.
2. Bob hat eines be der Wirtschaftsentwicklung vergessen zu erwähnen, nämlich das die gesamte Weltwirtschaft vor der Krise, die höchsten zuwachsraten hatte seit Ende des 2. Weltkrieges. Davon mußte ja auch Afrika profitieren.
3. Dieser Erdteil, hat seit seinen Unabhängigkeiten mehr Kriege geführt, als das dieser Frieden hatte. Korrupte Regime, die einerseits durch den Osten und Westen finz. unterstützt wurden, Stellvertreterkriege führten, wie z.B. Angola (einreiches Land an Bodenschätzen und die Bevölkerung leidet Hunger) leiden heute noch.
4. Entwicklungshilfe halte ich nach wie vor für sinnvoll. Diese müssen auch weiter fortgesetzt werden, keine Frage. Jedoch muss an die Vergabe von Geldern andere Kriterien angelget werden als bisher. Geld darf nicht in schwarze Kassen wandern. Sie muss den Menschen vor Ort helfen. Es muss zudem überprüft werden, ob unsere Entwicklungshilfe nicht zu europäisch gedacht ist. Viele alte afrikanische Traditionen, die die Menschen dort kannten, kennen sie nicht mehr.
5. Zur Entwicklung dieses ärmsten Erdteiles, sollte Meinung nach ein Gifeltreffen, der führenden G20 Staaten und der Staaten Afrikas stattfinden. Die Krise trifft Afrika besonders hart und nachhaltig. Deshalb sollte nach der Überwindung, Schritte eingeleitet werden, wie wir alle Afrika aus der Krise helfen. Es sollte doch möglich sein, dass hier die Weltbank und der Weltwährungsfonds, Möglichkeiten erarbeitet, wie schritt für Schritt, eine eigne, stabile mit afrikanischen Akzenten versehende Wirtschaft entsteht. Dabei müssen Bildung, Gesundheit, Wasserfragen, Landwirtschaftsfragen, Ethnische und Religöse Dinge, starke Beachtungen
finden.
Kurzum, Entwicklungshilfe ja, aber anders als wir es bis heute tätigen.
Die Krise gibt dazu auch eine Hilfe, neue Wege zu gehen, alte Pfade hinter sich zu lassen, um so Frieden, Freiheit, Stabilität und Wohlstand in Afrika aufzubauen. Dazu bedarf Zeit und kluge Köpfe.
Entwicklungshilfe funktioniert auch mit weniger Geld. Die Gelder die gefloßen sind, gehen eher in die Taschen der Mächtigen als in die der Armen. Ich finde zwar die Aussage “kein Geld für Afrika” sehr hart aber ohne würde sich das Land wohl eher erholen. Kürzlich gab es einen Bericht: China möchte aus Afrika eine Kornkammer für das eigene Land machen und kauft unmengen an Ackerflächen ein. Dafür müssen die afrikanischen Bauern weichen. Gruss Artur nietsch