
Vielleicht wussten DGB-Chef Michael Sommer und die Präsidentschaftskandidatin der SPD Gesine Schwan schon mehr als wir alle, als sie vor einigen Monaten angesichts der Krise vor sozialen Unruhen warnten. Nun ist es so weit: Es werden Werksbesetzungen angekündigt, mit unbefristeten Streiks und der Lahmlegung der Produktion gedroht. Ein Aufschrei der Entrechteten? Ein Aufruhr, der vom “abgehängten Prekariat” ausgeht, von mies bezahlten Leiharbeitern, von Arbeitslosen und “Hartz-IV”-Empfängern?
Mitnichten. Es handelt sich um die Ankündigung des Betriebsratsvorsitzenden von Porsche, Hück, - eines Unternehmens, das in den vergangenen Jahren “galaktische Gewinne” eingefahren hat, wie Hück sagt. Es geht also nicht darum, der Verelendung der Massen entgegenzuwirken, es geht nicht um “Umdenken und Gegenlenken”, wie es die Gewerkschaften angesichts der Krise fordern. Sondern es geht um einen Schachzug im Rahmen eines Machtkampfes, und es geht um die Soldidarität der Arbeitnehmervertreter mit einem Manager, der 77 Millionen Euro Jahresgezahlt beziehen soll und dem nun noch 100 Millionen Abfindung winken. Irre!
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