
Gern wird immer mal wieder über Sozialmissbrauch lamentiert, darüber, dass Leistungen der Solidargemeinschaft zu Unrecht in Anspruch genommen werden. Ob früher alles besser war? Schauen wir, was die “Zeitschrift für badische Verwaltung” am 19. Februar 1887 schrieb:
„Der praktische Arzt Dr. B. in Freudenstadt (Königreich Wittenberg) verordnete einer an Lungenentzündung erkrankten Arbeiterin, welche… Mitglied der dortigen Fabrikarbeiterkrankenkasse war, innerhalb kaum zweier Monate außer Medicamenten und Mineralwassern nicht weniger als 33 ½ Flaschen Champagner und 48 Flaschen sonstiger Weine.”