von Dr. Matthias Zimmer MdB, CDA-Bundesvorstand
Nun also Joachim Gauck. Kein Zweifel, er war schon 2010 ein veritabler Kandidat. Nun ist er der Konsenskandidat. Ein homo politicus zweifellos, aber parteipolitisch ungebunden. Geistig unabhängig, wenn auch geprägt durch die Erfahrungen in der DDR und als evangelischer Geistlicher, durchaus erprobt in der politischen Auseinandersetzung, aber irgendwie auch die personalisierte Verkörperung des Versöhnens. Er ist auch eine Art Gegen-Wulff, jemand, dem man nicht Freude an Glamour und mondänen Urlauben unterstellt, sondern von dem man eher vermutet, er könne seine freie Zeit lesend und schreibend an einem ruhigen Ort abseits der touristischen Zentren verbringen.



