Bayern München ist wieder auf der Erfolgsspur - so scheint es zumindest. Für ein paar Millionen wurde ein weiterer internationaler Balljongleur verpflichtet, der sofort einschlug. Aus Investitionssicht bleibt zu hoffen, dass dies eine nachhaltige Entwicklung ist.
Doch es steckt noch mehr dahinter: Die Bundesliga hat dieses Jahr eine Rekordtransfersumme von weit über 200 Millionen Euro zu verzeichnen - und zwar immer konzentrierter auf wenige Vereine und wenige Spieler. Manch einer spricht gar von einer Zwei-Klassengesellschaft und fordert die Zentralvermarktung der Fussballrechte weiter zu verschärfen. Oder gar eine Gehaltsobergrenze für die Kicker-Elite!? Die Diskussion ähnelt in weiten Teilen auch der Diskussion um Gehaltsobergrenzen oder Boni von Spitzenmanagern. Diese haben - wie Ribery & Co - internationalen Ausnahmestatus und nutzen diesen, um sich Gehaltsvorteile zu verschaffen. Aus betrieblicher Sicht ist dies noch soweit in Ordnung, wie der Zusatznutzen die Zusatzkosten übersteigt. Für Uli Hoeneß wären das die Trikotverkäufe und der Gewinn der Champions-League. Nun ist aber offensichtlich, dass zumindest in letzterer Hinsicht vieles für Real Madrid spricht. Haben die Münchner also fehlinvestiert? Besteht gar nicht die Chance, die Investition wieder hereinzubekommen? Zahlen die Spieler ein Bußgeld, wenn man nicht Deutscher Meister wird? Vermutlich nicht. Die Mechnismen des internationalen Fussballmarktes sind andere. Und die in der Wirtschaft auch. Doch nachhaltig erfolgreich war und ist dieser Mechanismus nicht.
All das einzusehen fällt einem im Schalker Feld verorteten Fussball-Fan natürlich leichter. Und Uli Hoeneß bestimmt demnächst auch…