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Soziale Ordnung! Das Magazin der Christlich-Sozialen

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Mit ‘Soziale Marktwirtschaft’ getaggte Artikel

Wachstum ist nicht alles

 

von Dr. Matthias Zimmer MdB, CDA-Bundesvorstand

Dr. Matthias Zimmer

Die FDP hat sich positioniert: Sie will sich als Wachstumspartei profilieren. Und zunächst einmal ist das vielleicht auch nicht falsch. Im Stabilitätsgesetz von 1967 sind als wirtschaftspolitische Ziele Preisniveaustabilität, ein hoher Beschäftigungsstand, außenwirtschaftliches Gleichgewicht sowie ein angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum festgelegt. Doch hier stutze ich schon. Was ist ein angemessenes und stetiges Wachstum? Schon wenn wir ein durchschnittliches Wachstum von einem Prozent pro Jahr haben verdoppelt sich das Bruttoinlandsprodukt in 70 Jahren. Ein stetiges Wachstum, egal mit welcher Wachstumsrate, ist nicht linear, sondern wirkt exponentiell. Da wir auf dem Planeten nur begrenzte Ressourcen und Reserven haben, ist ein stetiges (weil exponentielles) Wachstum nicht möglich. Das macht auch ein Bild deutlich, der so genannte ökologische Fußabdruck. Dieser rechnet die Ressourcen, die für den Alltag benötig werden, in Flächenverbrauch um. Das kann man auch für sich ganz persönlich berechnen – auf der Internetseite www.footprint-deutschland.de. Entscheidend aber ist: Weltweit übersteigt der ökologische Fußabdruck die Fläche der Erde um das 1,5-fache. Wenn alle weltweit wirtschaften würden wie in Deutschland, würde die Erde um das 2,8-fache verbraucht. Hier ist ein Umsteuern notwendig, schon im Interesse der nachfolgenden Generationen.

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Tags: Arbeit, Soziale Marktwirtschaft, Wachstum, Wirtschaftspolitik, Wohlstand
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London calling

Sascha Brok

london

Manchmal ist es doch komisch im Leben: Der größte Bock wird zum besten Gärnter. So scheint es fast, wenn man den Meldungen aus London Glauben schenken darf. Adair Turner, Chef der Londoner Finanzaufsicht, möchte eine Sondersteuer auf Bankgeschäfte einführen. Als Grund führt er unter anderem “exessive Bezalung in einem aufgeblähten Finanzsektor” an. Das stimmt wohl: Die hohen Boni erlaubten so Manchem die unsinnig hohen Wohnungspreise in London zu zahlen und damit die Spekulationsblase weiter zu füttern. Zudem trug die Londoner City mit gut 12% übermäßig zum britischen Sozialprodukt bei – eine Schieflage, die derzeit korregiert wird.

Vielleicht sollte man an der schönen Spree in Berlin mehr “London” hören. Das hat uns Deutschen in der Vergangenheit auch nicht geschadet.

Tags: Finanzmarkt, Soziale Marktwirtschaft
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